
Hier werden Grundlagen der Tiergestützten
Therapie/ -Pädagogik aus Wissenschaft und Praxis vermittelt. Praktische Übungen werden immer wieder eingebaut, sodass Anspannungs- und Entspannungszeiten für Mensch und Hund gewahrt bleiben.
Außerdem geht es um rechtliche Grundlagen, versicherungsrechtliche Fragen, Anatomie des Hundes, Lernverhalten des Hundes, Krankheitserreger (Zoonosen), unterschiedliche Krankheitsbilder (z.B. ADHS) und deren Entstehung, Bewertung und Behandlungsformen, Möglichkeiten und Grenzen des Hundeeinsatzes, kritische Auseinandersetzung mit Kommerzialisierungstendenzen in der tiergestützten Arbeit uvm.
In diesem Seminar sollen die Interessenten dann auch erste Einschätzungen für sich selbst entwickeln können, ob dieses Arbeitsfeld (angesichts der Kosten, dem notwendigen Zeitaufwand und den späteren Grenzen der Einsetzbarkeit) wirklich das für sie geeignete ist.
In diesem Rahmen wird zudem beobachtet und beurteilt, wie die Kommunikation zwischen Mensch und Hund funktioniert und ob es nach dieser ersten Einschätzung eine positive Perspektive für die Ausbildung gibt. Wie sich die Teams dann im Laufe der Seminare und Trainings weiterentwickeln und ob am Ende ein erfolgreicher Abschluss steht, entscheidet sich im Verlauf und kann nicht zu Beginn garantiert werden.

Die Teilnehmer lernen einige in der Praxis von Schule und Therapie gut anwendbare Kommunikationstechniken.
Es werden grundlegende Verständnisfragen in der Kommunikation mit Menschen erörtert und aus systemischer Perspektive praxisnah veranschaulicht. In diesem Seminar können auch Fallanliegen aus der eigenen Praxis besprochen und nach systemischen Lösungsansätzen gesucht werden.

Für dieses Modul wird eine zertifizierte Tellington TTouch Practitionerin (Nicole Schaath) extern beauftragt. Ziel ist es den Teilnehmern Möglichkeiten des Stressausgleichs für ihren Hund zu vermitteln.
Dies ist notwendig, da Schul-/ Therapiehunde häufig stressbelasteten Situationen ausgesetzt sind. Außerdem wird durch die Bodenarbeit ein konzentriertes und kleinschrittiges Arbeiten vermittelt, was wiederum zu einer besseren Bindung zwischen Mensch und Hund führt.
Am Praxistag stellen Teilnehmer der vergangenen Ausbildungsgänge ihre Praxis vor. Hier wird darauf geachtet, dass die Vielfalt der Arbeit den Teilnehmern transparent gemacht wird. Ziel des Praxistages soll sein, dass jedes Team am Ende des Wochenendes in der Lage ist, erste konzeptionelle Ideen für die eigenen Einsätze zu entwerfen, die für den Einsatzort, aber auch für den Mensch und den Hund als geeignet erscheinen.

In diesem Modul werden in einer gemeinsamen Videokonferenz die Videos der Teilnehmer aus der individuellen Praxis analysiert.
Die Videos bestehen aus verschiedenen Sequenzen aus der Praxis der Teilnehmer und sollen insgesamt ca. 15 Minuten dauern. Diese werden dann kleinschrittig analysiert auf die Körpersprache des Hundes, das gewählte Setting, die Interaktion der Schüler/Klienten/Patienten mit dem Hund und untereinander uvm.

Für dieses Modul wird eine renommierte Hundetrainerin extern beauftragt. Sie steht auch im gesamten Ausbildungsverlauf als Expertin, im Besonderen für die Einschätzung der Hunde in ihrem Verhalten und als Ansprechpartnerin zur Verfügung. Sie kann den Teilnehmern, über die Inhalte der Ausbildung hinaus, Angebote machen, die den jeweiligen individuellen Bedürfnissen der Hunde gerecht werden (z. B. Mantrailing für jagdlich ambitionierte Hunde). Hier wird den Teilnehmern, nach den neuesten kynologischen Erkenntnissen aus der Wissenschaft, beigebracht Hundeverhalten (insbesondere Stressverhalten) zu erkennen und adäquat darauf zu reagieren. Dazu zählt auch, dass die Hundeführer lernen, wie Sie Ihren Hund in Stress- bzw. Überforderungssituationen schützen können, und darüber hinaus, wie Sie die Settings verändern müssen, damit der Hund keinen inadäquaten Situationen ausgesetzt wird. Ziel dieses Moduls ist es, den jeweiligen Hund und dessen individuelle Fähigkeiten und Grenzen adäquat einschätzen zu lernen, um dieses Wissen in seine Planungen für spätere Einsätze einbeziehen zu können.

An diesem Wochenende werden die Videos der einzelnen Teilnehmer bei ihren realen Einsätzen analysiert und gemeinsam mit der ganzen Gruppe ausgewertet.
Durch diese Analyse im Plenum können auch die anderen Teilnehmer von den Videos profitieren und daraus Rückschlüsse für ihre eigene zukünftige Tätigkeit ziehen. (Diese Abschlussvideos sind auch Gegenstand des Kolloquiums). Am Ende dieses Moduls findet dann die theoretische Prüfung statt.